Nimm nur das Geld, das Du nicht heute oder morgen brauchst

Wer sich dazu entscheidet, sein Geld nicht auf ein Sparbuch (oder ähnliche Formen wie Tagesgeld -Konten) zu deponieren muss sich über eines prinzipiell klar sein: Man kann nur das Geld beiseite legen, dass man mit großer Sicherheit in der nahen Zukunft nicht brauchen wird. Dies leuchtet vielen ein, wenn sie von einem Festgeld, wie einem Sparbrief, reden. Aber das gilt auch, wenn man an eine Altersvorsorge – was oft auch noch verständlich ist! — oder ein Investment in Wertpapieren denkt.

Der Begriff „Festgeld“ impliziert ja schon, dass das angelegte Geld nicht frei verfügbar ist. Analog ist es bei der Altersvorsorge. Auch hier sind die Gelder per se erst einmal fest angelegt (aus Sicht des Sparers) und damit nicht einfach mal schnell verfügbar, sollte man etwas benötigen. Daher wird man nur das Geld zurücklegen, was man auch wirklich derzeit und voraussichtlich in Zukunft nicht braucht.

Schwierig und daher für einige nicht ganz so verständlich wird es da bei Kapital, das man an der Börse anlegt. Denn hier wurde in der Vergangenheit öfter durch Werbung, Fachpresse und Fachleute suggeriert, dass man an der Börse schnelles Geld machen kann. Also kein langer Anlagehorizont! Und wenn man keinen langen Anlagehorizont hat, dann kann man auch Kapital verwenden, was man eigentlich für andere Dinge benötigt.

Problem hierbei ist, dass durch Fachmedien, Werbung und auch Fachleute dieser kurzfristige Anlagehorizont nur vorgegaukelt wird. Normale Kleinanleger machen selten schnelle Gewinne. Sie haben nicht den großen investierten Kapitalstock, durch den durch marginale Kursschwankungen größere Gewinner realisiert werden können. Sie sind technisch und zeitlich so eingeschränkt, dass nicht jede Kursschwankung mitgenommen werden kann. Daher ist auch die Kapitalanlage an der Börse für einen Otto Normalverbraucher mindestens ein mittelfristiges bis längerfristiges Investment.

Zu dem, und das wird auch wieder (fremdgesteuert) ausgeblendet, kann man auch an der Börse Geld verlieren. Also durch Kursschwankungen wird das Investment weniger wert, so dass ein Verkauf der Wertpapiere zu einem finanziellen Verlust wird. Dieser Verlust darf jedoch nicht die eigene Existenz gefährden. Er darf keine Auswirkungen auf die Deckung der regelmäßigen Ausgaben des Lebens haben. Und damit dies nicht passiert, ist es ratsam, lediglich Geld für Investments an der Börse zu verwenden, dessen (im schlimmsten Fall Total-)Verlust man verschmerzen kann, ohne den Lebensstandard zu beeinträchtigen.

Wer dies neben den schon getroffenen Aussagen, keine Börseninvestments auf Kredit zu tätigen sowie an der Börse antizyklisch zu denken, beherzigt, wird im Rahmen seiner persönlichen Möglichkeiten erfolgreich investieren.

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