Antizyklisch denken!

Sein Geld an der Börse anzulegen, ist eine Möglichkeit, sein schwer verdientes Geld zu mehren. Jedoch verlieren viele Kleinaktionäre laufend Geld – sie denken nicht antizyklich. Das heißt auch, sie folgen dem Ruf Ihrer Anlageberater der Banken und steigen dann ein, wenn es zu spät ist.

Das Leben an der Börse ist ein stetiges Auf und ab. Es hängt von vielen Faktoren ab. So zum Beispiel von der allgemeinen Entwicklung der Weltwirtschaft oder einzelner regionaler Volkswirtschaften, von politischen Entscheidungen, von unternehmerischen Entscheidungen, Produktentwicklungen und von Psychologie. All das spielt in die Kursberechnung hinein. Und dies verlangt „richtiges“ Handeln.

Wer an der Börse als Kleinanleger Geld platziert,, leidet unter anderem an dem Problem, dass er nicht die Informationen besitzt, die ein professioneller Trader hat. Daher muss er versuchen, aus den Kursentwicklungen etwas herauszulesen, das ihm Gewinne verspricht. Dabei ist es besonders wichtig, sich die Kursentwicklung anzusehen und zum idealen Zeitpunkt – bei Kleinaktionären ist eher der ideale Zeitraum zu sehen – zu agieren.

Das heißt: sobald die Kurse fallen muss der Kleinaktionär aufmerksam werden. Denn fallende Kurse bedeuten, dass man an die Wertpapiere günstiger herankommt. Steigen die Kurse, muss der Kleinaktionär die Hände von einem Kauf lassen. Hierbei wird nicht vom kurzfristigen Fallen oder Steigen gesprochen. Sondern von einem Fallen, das mehrere Tage oder Wochen andauert. Desgleichen beim Steigen. Damit agiert der Investor sich einem antizyklischen vorgehen: Kaufe beim Fallen, Verkaufe beim Steigen!

Aber was ist, wenn die Kurse weiter fallen? Das ist nicht so schlimm, dann kauft man nach. Senkt somit die durchschnittlichen Beschaffungskosten und erhöht sich für den Fall zukünftiger steigender Kurse (was mit sehr großer Sicherheit passieren wird) die Gewinne im Falle des Verkaufs. Das ist an sich eine einfache Rechnung:

Anzahl

Gesamtkosten

Durchschnittskosten

Kaufdatum A 20 Aktien zu je 100 EUR

2.000,00 EUR

100,00 EUR

Kaufdatum B 20 Aktien zu je 50 EUR

1.000,00 EUR

75,00 EUR

Kaufdatum C 20 Aktien zu je 25 EUR

500,00 EUR

58,33 EUR

Wer bei stetig fallendem Kurs weiter zu kauft, der bekommt also nicht nur die neuen Anteile günstiger, sondern senkt sich erheblich seine Durchschnittskosten. In unserem Beispiel würde der Investor, der alle drei Kaufzeitpunkte genutzt hat bei einem Verkauf einen Mindestkurs von 58,33 EUR benötigen, um Gewinne zu realisieren. Der, der nur die ersten zwei Zeitpunkte genutzt hat, benötigt schon mindestens 75 EUR, um wenigstens ohne Verlust auszusteigen. Wer nur den ersten Zeitpunkt nutzte brauch dagegen mindestens 100 EUR.

Aber welcher Kurs ist realistisch – vor allem schneller — zu erreichen, wenn der Kurs bei 25 EUR ( wie im Beispiel) liegt? Ist anzunehmen, dass ein Kurs von 100 EUR erreicht werden kann? — Wohl eher nicht!

Wer als Kleinaktionär ausreichend Geld zur Verfügung hat, der sollte hierbei sogar nach folgendem Beispiel vorgehen:

Anzahl

Gesamtkosten

Durchschnittskosten

Kaufdatum A 20 Aktien zu je 100 EUR

2.000,00 EUR

100,00 EUR

Kaufdatum B 40 Aktien zu je 50 EUR

2.000,00 EUR

66,66 EUR

Kaufdatum C 80 Aktien zu je 25 EUR

2.000,00 EUR

42,86 EUR

Wer es sich leisten kann, sollte versuchen, die Gesamtkosten bei jedem Kauf ungefähr gleich zu halten. In diesem Fall kommt derjenige mit den Durchschnittskosten je Aktie noch weiter herunter. Derjenige kommt noch früher in die „Gewinnzone“ bei steigenden Preisen und kann höhere Gewinne erzielen.

Viele Kleinanleger verhalten sich leider falsch. Sie investieren in an der Börse bei steigenden Preisen. Und zwar meistens dann, wenn die Kurse schon so stark angestiegen sind, dass der Kursanstieg sogar jedem deutlich ersichtlich ist. Nur dieser Zeitpunkt ist in der Regel jedoch zu spät. Nicht nur, dass derjenige der antizyklisch denkt, zu diesem Zeitpunkt aussteigt. Sondern auch, weil zu diesem Zeitpunkt jederzeit die Gefahr besteht, dass die Kursentwicklung sich wieder umkehrt.

Die Umkehrung juckt den antizyklischen Kleinaktionär nicht. Erwischt er nicht den Höchststand, dann macht er auch zu Beginn des fallenden Kurses beim Verkauf Gewinne. Späteinsteiger dagegen werden nunmehr feststellen, dass sie gerade dabei sind, ihr Vermögen zu verspielen. Das sind dann am Ende die, die über den Kapitalismus, die zur Kapitalanlage ungeeignete Börse und die Anlageberater zetern. Dabei war es deren eigenen Blödheit.

Seien Sie klüger als Kleinanleger und steigen Sie bei fallenden Kursen ein! Und diese Erkenntnis bedeutet momentan, dass man lieber die Finger von Börsengeschäften lassen sollte. Denn die Kurse steigen derzeit. Teils erheblich. Warten Sie ab, denn nach jedem Aufschwung kam immer wieder ein Abschwung. Und dieser wird auch zukünftig wieder kommen. Man muss nur Geduld haben.

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