Sonnen Bassermann Reis-Eintopf: Muttern kocht besser

Schenkt man dem Marketing von Sonnen Bassermann glauben, dann stellt der Reis-Eintopf mit Fleischbällchen eine wahre Gaumenfreude dar:

Leckerer Reis mit Schweinefleischklößchen, verfeinert mit verschiedenen Gemüsesorten. Ausgewählte Zutaten und eine schonende Zubereitung machen ihn zu einem Geschmackserlebnis.

So steht es auf der Website.

Jedoch keine Ahnung, welcher Gaumen dieses Geschmackserlebnis getestet hat. Jeder, der auch nur die geringste Ahnung von kochen hat, Wasser erhitzen und Instantbrühe hineintuen und ein paar Karotten klein schnippeln kann, bekommt einen geschmacklich bessere Eintopf hin, als das, was man hier als Geschmackserlebnis verkauft.

Der Eintopf war schon optisch beim Ausgießen aus der Dose in den Topf kein Augenschmaus. Eigentlich hätte der Eintopf nahezu klar sein müssen, war aber milchig trüb. Auch wenn Reis etwas Stärke abgibt, ließ sich dieses Aussehen der Brühe mit dieser Abgabe nicht erklären.

Auf der Oberfläche der umgefüllten Flüssigkeit schwammen große gelbliche Fettaugen. Ein Zeichen für einen hohen Fettgehalt.

Zudem fehlte es an Gewürzen. Es ließen sich keine herausschmecken. An den Grundzutaten für eine Brühe, also Salz und Pfeffer, schien dieser Eintopf vorbeigelaufen zu sein. Oder anders gesagt: Man hat Gewürze gemieden wie der Teufel das Weihwasser.

Ja, es waren verschiedene Gemüsesorten zu erkennen: kleine Karottenwürfel, Kleinst-Stückchen von Lauch (oder sollte das Stangensellerie sein?) und ein paar Erbsen. Das Gemüse war sowohl in Menge und Größe so gering, dass es keinerlei geschmackliche Auswirkungen hatte. Es dient lediglich dazu, dem Auge das Vorhandensein zu suggerieren. Auch die Schweinefleischbällchen kein Aha-Erlebnis.

Um so einen schlechten Eintopf zuzubereiten, muss man sich schon echt Mühe geben. Oder man ist absolut zu dämlich. Eine schmackhafte Suppe – oder ein Eintopf – gerade mit diesen Zutaten Reis, Karotten, Tiefkühlerbsen, etwas Schweinefleisch (Schweinehack) und Instantbrühe lässt sich mit etwas mehr Aufwand als Dose öffnen und Inhalt in den Topf gießen, leicht selbst herstellen. Und ehrlich: Man sollte es auch lieber so machen.

Natürlich würde Muttern, um den Bogen zu der Überschrift zu spannen, auf die Instantbrühe verzichten und die Basis selbst herstellen (Auskochen von Schweineknochen), aber die ich weise deswegen auf dieses gekörnte Variante hin, weil auch hier die gelblichen Fettaugen entstehen.

Ja, der Reis-Eintopf von Sonnen Bassermann ist ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Der Hunger hat in reingetrieben. In einem Restaurant, ja sogar in einer Kantine, würde ich den Eintopf zurückgeben. Einfach nur unterirdisch. Da koche ich mir lieber den Eintopf mit den paar Zutaten, die man dafür benötigt selbst.

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