Käse-Wiener von Netto – ein Graus vom falschen Fleischer

Gut, gleich eines vorweg: Schafft man es einen Blogartikel, mit ausreichend Informationsgehalt zum Thema „Käse-Wiener“ zu schreiben? Ich weiß es nicht! Auch habe ich darüber nachgedacht, ob es überhaupt sinnvoll ist, über selbige auch nur ein Wort zu verlieren. Aber da wir hier ja über Produkte reden….

Also jetzt mal Käse-Wiener. Ich vergleiche hier keine. Und ich weiß auch, dass bestimmt einige der Meinung sind, dass die Dinger etwas Abartiges sind und man nur Wiener essen sollte. Nur ich esse die Dinger gerne mal, wenn ich darauf Lust habe. (Also nicht immer!)

Die Wiener mit den vermeintlichen Käsespuren, die ich mich hierzu verleitet haben, stammen von der Frischwurst/-fleisch-Theke des Netto-Marktes in Hilpoltstein (wer nicht weiß wo das ist: der Ort liegt südlich von Nürnberg, in der Nähe des Rothsees, mache ich doch gleich mal etwas Werbung fürs mittelfränkische Seenland!). Hier erwarb ich 2 Paar dieser Käse-Würste sowie 2 Paar der „richtigen“ Wiener. Sie sollten uns – da wir etwas Hunger hatten – die rund 40 Kilometer nach Berching (das romantische Städtchen liegt in der Oberpfalz) leichter machen.

Wir waren noch nicht vom Parkplatz, als wir schon herzhaft in die Käse-Wiener hineinbissen. Ach Du graus! Was hatten wir denn hier erworben? Nicht nur, dass das – kann man das so sagen? – Würstchenfleisch total fad schmeckte. Irgendwie schien man nicht nur Salz vergessen zu haben, sondern auch andere Gewürze. Die Käsebröckchen waren dünnflüssig und schmeckten nach Wasser. Kurz, die Wurst schmeckte nach nichts. Einfach nur zum Abgewöhnen!

Gegessen wurde folglich von den vier Würstchen lediglich zwei (wir waren auch nur zwei im Auto). Und nicht nur das: Aufgrund der geschmacklichen Pleite blieben die richtigen Wiener unangerührt. Wer das jetzt liest Käse-Würstchen ohnehin als Geschmacksverirrung ansieht, der wird jetzt vielleicht hämisch in sich hineinlachen. Aber ich muss sagen, es gibt definitiv leckere Exemplare. Und die Gegner der Lebensmittel-Wegwerf-Gesellschaft brauchen keine Angst zu haben: Auch wenn wir die Würstchen nicht mehr als Snack bei der Fahrt gegessen haben, wir haben sie in Scheiben geschnitten in Tomatensoße als Würstchen-Gulasch auf Nudeln ertränkt und damit verwertet. In dieser Kombination konnte man die Würste essen.

Ich möchte an dieser Stelle gleich mal noch etwas hinzufügen. Ich weiß nicht, ob die Frischfleisch-Bereiche, an denen man von einer Fleischereifachverkäuferin bedient wird, von Untermietern geführt werden und so zu irgendwelchen regionale Fleischereibetrieben gehören. Oder ob diese Bereiche durch die Edeka-Fleischereien und – Wurstfabriken (z.B. Südbayerische Fleischwaren oder Südwestfleisch) beliefert werden. Daher will ich, auch wenn die erste Möglichkeit recht unwahrscheinlich ist (dieses Fleisch bzw. die Wurst bezahlt man an der Kasse am Ausgang und nicht an der Theke), nicht verallgemeinern und lediglich sagen:

Solltest Du Hunger auf Käsewiener haben und in Hilpoltstein beim Netto sein, lass die Finger von den Dingern und hole sie Dir woanders.

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